Kalender & externe Aufgaben
Stand: 2026-07-26
Plainva kann Deine bestehenden Kalender- und Aufgaben-Konten verbinden — CalDAV (Nextcloud, Fastmail, mailbox.org …), Google (Kalender + Tasks) und Microsoft (Outlook-Kalender + To Do) — und in beide Richtungen damit arbeiten. Deine Notizen bleiben das Zentrum: Termine werden zu Meeting-Notizen, und externe Aufgabenlisten spiegeln sich als normale Notizen in Deine Standard-Aufgabendatenbank.
Experimentell. Der Kalender spricht mit echten externen Konten (CalDAV, Google, Microsoft), die sich in Plainvas automatisierten Tests nicht durchspielen lassen. Er funktioniert und wird täglich genutzt, aber behandle ihn als Vorschau: Behalte ein Backup, und melde bitte alles, was seltsam aussieht.
Ein Konto verbinden
Öffne Einstellungen → Dein Vault → Cloud-Konten → Konto verbinden…, wähle den Anbieter und hake im Dienste-Schritt Kalender & Aufgaben an:
- Nextcloud / CalDAV: Server-Adresse, Benutzername und ein App-Passwort (in Nextcloud: Einstellungen → Sicherheit → Geräte & Sitzungen). Keine Registrierung, keine Keys — bei Nextcloud leitet Plainva die CalDAV-Adresse aus der Server-Adresse selbst ab (für andere CalDAV-Server nimmst Du die Kachel WebDAV / CalDAV bzw. Erweitert: Endpunkte einzeln festlegen).
- Apple iCloud, Yahoo, AOL, Zoho, Fastmail, mailbox.org, Yandex, Mail.ru: eigene Kacheln mit hinterlegten Kalender-Adressen — E-Mail-Adresse plus App-Passwort genügen, ohne Server-Feld (bei Apple ist das App-Passwort Pflicht; der Assistent verlinkt die Anleitung des Anbieters). Hinweis: Yahoos CalDAV-Dienst gilt laut Yahoo selbst als wackelig — wenn er zickt, liegt es nicht an Plainva.
- Google: braucht Deine eigene OAuth-Client-ID (dasselbe BYO-Modell wie beim Google-Drive-Sync — siehe die Drive-Anleitung). Aktiviere in Deinem Google-Cloud-Projekt zusätzlich die Google Calendar API und die Google Tasks API und ergänze ihre Scopes im Consent-Screen. Der Browser öffnet sich zur Zustimmung; beim Verbinden wird das Konto geprüft, bevor irgendetwas gespeichert wird.
- Microsoft: einfach Bei Microsoft anmelden… klicken und im Browser bestätigen — keine Einrichtung nötig. Ein Microsoft-Konto kann im selben Durchgang auch Dateien (OneDrive) und E-Mail tragen.
Der Assistent zeigt je Dienst den Status („Verbunden — n Kalender gefunden”). Die Kalender-Auswahl (angehakte erscheinen im Kalender-Tab) und die Aufgabenlisten (bewusst standardmäßig abgewählt — ein Häkchen startet den unten beschriebenen Aufgaben-Sync) verwaltest Du danach im Bereich Kalender; dort sitzen auch der Meeting-Ordner (wo Meeting-Notizen entstehen) und der Standardkalender. Passwörter und Tokens liegen im Schlüsselbund Deines Betriebssystems.
Jedes Gerät meldet sich selbst an. Wenn Du die Einstellungs-Synchronisation nutzt, reisen die Konto-Angaben mit, die Anmeldung aber nie — sie bleibt bewusst auf dem Gerät. Ein so übernommenes Konto erscheint auf dem anderen Gerät also in der Liste, ist dort aber noch nicht angemeldet; in der mobilen App trägt es dann die Markierung anmelden und der Kalender erklärt es statt leer zu bleiben. Einmal verbinden genügt.
Der Kalender-Tab
Öffne ihn über die linke Aktionsleiste (Kalender-Symbol) oder die Befehlspalette (Kalender öffnen). Über den Umschalter im Kopf stehen fünf Ansichten bereit: Tag, 3 Tage und Woche zeigen ein Zeitraster mit einer Uhrzeit-Leiste links; Termine sitzen als Blöcke an ihrer Startzeit, ihre Höhe entspricht der Dauer, überlappende Termine stehen nebeneinander, und eine rote Linie markiert „jetzt”. Ganztägige Termine und (bei eingeschaltetem Aufgaben-Overlay) fällige Aufgaben sitzen im Streifen über dem Raster. Monat zeigt das Monatsraster (ein Farbpunkt je Kalender) plus rechts ein Tages-Zeitraster für den gewählten Tag. Agenda listet die kommenden Wochen nach Tagen gruppiert. Heute springt zurück; die Pfeile blättern um die jeweilige Periode (einen Tag, drei Tage, eine Woche oder einen Monat). Der erste Wochentag folgt der Einstellung Wochenbeginn (Einstellungen → App → Erscheinungsbild: Montag, Samstag oder Sonntag) — sie gilt auch für den Seitenleisten-Kalender. Die Ansicht aktualisiert sich alle paar Minuten von selbst; Jetzt aktualisieren erzwingt es. Bereits vergangene Termine erscheinen blasser (wie im Google Calendar), damit die verbleibende Agenda des Tages hervorsticht.
- Termin anlegen: Ein Klick auf eine leere Stelle im Zeitraster öffnet ein kleines Schnell-Erfassungs-Fenster (Titel, Zeit, Kalender, Ort) — Speichern legt sofort an, Weitere Optionen öffnet den vollen Termin-Dialog. Ziehen über das Raster gibt die Dauer vor. Das + im Kopf öffnet den vollen Dialog: Titel, Kalender, Datum/Uhrzeit oder ganztägiger Zeitraum, Ort, eine Beschreibung (ein Formatier-Editor — Markdown, „/” für Befehle; formatierte Beschreibungen von Google/Outlook erscheinen lesbar statt als roher HTML-Code, und eine formatierte Beschreibung wird auch formatiert verschickt), eine Farbe, Teilnehmer und optional eine Outlook-artige Wiederholung. Die Farbe überschreibt für diesen einen Termin die Kalenderfarbe (bei Microsoft-Konten ohne Wirkung — Outlook kennt keine Termin-Farben).
- Teilnehmer: Tippe eine E-Mail-Adresse und drücke Enter (oder Komma), um sie als Chip hinzuzufügen; das × entfernt sie. Die Wiederholung sitzt direkt neben Datum/Uhrzeit — wähle Frequenz, Intervall, die Wochentage (wöchentlich) und das Ende (Nie / Am Datum / Nach N Terminen); auch bestehende Termine können nachträglich eine Wiederholung bekommen oder ändern.
- Bearbeiten / Löschen: Ein Klick auf einen Termin im Zeitraster öffnet den Dialog, vorbefüllt mit seinen Werten und mit den Aktionen Meeting-Notiz und Löschen. Änderungen gehen mit einer Sicherheitsprüfung an den Anbieter: hat sich der Termin zwischenzeitlich extern geändert, aktualisiert Plainva die Ansicht, statt zu überschreiben. Bei einem Einzeltermin hat der Dialog zusätzlich eine Kalender-Auswahl — wählst Du einen anderen Kalender, wird der Termin dorthin verschoben (im Zielkalender neu angelegt, im Quellkalender gelöscht; er bekommt dabei eine neue Anbieter-Kennung).
- Verschieben / Verlängern: Einen Termin kannst Du im Zeitraster direkt ziehen — den Block verschieben (auch auf einen anderen Tag in der Wochen-/3-Tage-Ansicht) legt ihn auf eine neue Zeit, die Unterkante ziehen ändert seine Dauer. Der neue Zeitpunkt wird sofort beim Anbieter gespeichert (Serientermine bleiben vorerst nur per Dialog änderbar).
- Zu-/Absagen & Antworten: Wurdest Du zu einem Termin eingeladen, kannst Du im Dialog Zusagen, Vorläufig oder Absagen — Plainva sendet Deine Antwort über den Anbieter (Google/Microsoft/CalDAV). Die Teilnehmerliste zeigt, wer zu- oder abgesagt hat (der Rückkanal).
- Einladungen per E-Mail: Hat ein Termin Teilnehmer, setze Teilnehmer per E-Mail benachrichtigen. Bei Google bittet Plainva dann Google, seine native Einladung zu senden (derselbe Termin, sodass die Antworten der Empfänger in Deinen Termin zurücksynchronisieren); Microsoft benachrichtigt automatisch. Für CalDAV — oder um eine Kopie aus dem eigenen Postfach zu senden — öffnet die Kalender-Aktion Per Mail versenden das Verfassen-Fenster mit einer standardkonformen iCalendar-Einladung; so zeigt Gmail (und andere) sie als Termin mit Ja/Vielleicht/Nein.
- In anderen Kalendern blockieren: Die Kopier-Aktion an einem Termin (oder der Knopf In anderen Kalendern blockieren im Dialog) übernimmt ihn in einen oder mehrere Deiner anderen beschreibbaren Kalender — entweder als Beschäftigt-Platzhalter oder mit Details (im Notion-Calendar-Stil). Ein Serientermin wird mit seiner Wiederholung übernommen, sodass der Block ebenfalls wiederkehrt.
- Serientermine tragen ein Wiederholungs-Symbol. Beim Bearbeiten oder Löschen einer Instanz fragt Plainva „Nur diesen Termin” (erzeugt eine Ausnahme bzw. lässt genau diesen Termin ausfallen) oder „Alle Termine” (ändert die ganze Serie). Eine bestehende Wiederholungs-Regel schreibt Plainva nie um.
- Aufgaben anzeigen (neben dem Aktualisieren-Knopf, sobald eine Standard-Aufgabendatenbank festgelegt ist): blendet die mit Fälligkeit versehenen Einträge Deiner Standard-Aufgabendatenbank im Zeitraster-Streifen und im Monatsraster ein; erledigte Aufgaben erscheinen durchgestrichen. Standardmäßig aus, die Wahl wird pro Gerät gemerkt.
Termin → Meeting-Notiz
Das Notiz-Symbol an einem Termin erstellt (oder öffnet erneut) seine Meeting-Notiz — eine normale Notiz im Meeting-Ordner mit dem Namen JJJJ-MM-TT Titel.md, vorbefüllt mit Datum, Ort und Teilnehmern, plus einer kleinen plainva.pim-Markierung im Frontmatter, die sie mit dem Termin verknüpft. Ein zweiter Klick auf denselben Termin öffnet immer dieselbe Notiz; eine zufällig gleichnamige eigene Notiz wird nie angetastet.
Externe Aufgabenlisten in Deiner Aufgabendatenbank
Erinnerungslisten (Apple Erinnerungen über iCloud-CalDAV, Nextcloud-Aufgabenlisten) sind auf dem Server eigene Sammlungen und erscheinen deshalb unter Aufgabenlisten — nie unter Kalender. Findet ein verbundenes Konto keine Aufgabenlisten, sagt der Bereich das und bietet Erneut suchen an; ist die Suche selbst fehlgeschlagen, steht dort der Grund und Deine bisherige Auswahl bleibt erhalten.
Hake bei einem verbundenen Konto eine Aufgabenliste an, und ihre Aufgaben erscheinen als Notizen in Deiner Standard-Aufgabendatenbank: der Titel wird die Notiz (H1), die Fälligkeit landet in der Datums-Spalte, und „erledigt” bildet sich über die Erledigt-Checkbox-Eigenschaft der Datenbank ab (die Status-Spalte folgt ihr; eine Datenbank ohne Checkbox-Spalte nutzt die Status-Konvention — erste Option = offen, letzte = erledigt). Der Abgleich läuft in beide Richtungen, Feld für Feld:
- Bearbeitest Du die Notiz (Titel, Fälligkeit, Status) → die Änderung geht an den Anbieter.
- Ändert sich die Aufgabe extern → die Notiz zieht nach.
- Haben sich beide Seiten geändert, gewinnt für das jeweilige Feld Deine lokale Änderung; der Rest folgt der externen Seite.
Zwei Sicherheitsregeln schützen Deine Daten: das Löschen der Notiz löscht nie die Aufgabe beim Anbieter (sie wird nur nicht mehr synchronisiert und auch nicht erneut importiert), und eine extern gelöschte Aufgabe löscht nie Deine Notiz (sie wird einfach eine normale Notiz). Umbenennen oder Verschieben einer Aufgaben-Notiz ist unproblematisch — die Frontmatter-Markierung hält die Verbindung.
Aktuelle Grenzen: als normale Notizen angelegte Aufgaben werden nicht zum Anbieter gepusht (lege sie extern oder über die Aufgabendatenbank an), und alles auf dieser Seite ist vorerst Desktop-first.
Von In anderen Kalendern blockieren erzeugte Kopien tragen eine anbieterspezifische Plainva-Verknüpfung (Google, Microsoft und CalDAV). Die Kalenderansichten zeigen diese Verbindung mit einem Kettensymbol; beim erneuten Laden werden Quelle und Block wieder zuverlässig zugeordnet, statt unverbundene Duplikate zu erzeugen.