Notizen & Markdown

Stand: 2026-09-30

Jede Notiz in Plainva ist eine gewöhnliche Markdown-Datei (.md). Diese Seite erklärt, wie Du komfortabel schreibst und was dabei tatsächlich in der Datei landet — denn genau das macht Deine Notizen portabel: Jeder Text-Editor, Obsidian oder ein Git-Diff kann sie lesen.

Das Grundprinzip: alles ist Text

Was Du in Plainva siehst — formatierter Text, Tabellen, Eigenschaften, Icons — wird als offener Text gespeichert:

---
type: Note
tags: [projekt]
plainva:
  icon: "🚀"
  header_color: "#2f6f6f"
---
# Mein Projekt

Ein **fetter** Gedanke mit einem Link auf [[Andere Notiz]].

- [ ] Erste Aufgabe

Der Block zwischen den ----Zeilen heißt Frontmatter (YAML): Dort liegen die Eigenschaften der Notiz. Darunter folgt der normale Markdown-Text. Plainva-eigene Darstellung (Icon, Header-Farbe) liegt gebündelt unter dem Schlüssel plainva: — andere Programme ignorieren ihn einfach.

Schreiben in der Live-Vorschau

Die Live-Vorschau ist der Standard-Modus: Markdown wird beim Tippen gerendert, bleibt aber jederzeit editierbar.

Das Slash-Menü

Tippe / am Zeilenanfang, um das Einfüge-Menü zu öffnen. Es ist in Sektionen gegliedert:

Weitere Schreibhelfer

Eigenschaften (Frontmatter)

Der Abschnitt Eigenschaften in der rechten Seitenleiste zeigt das Frontmatter der Notiz als Formular. Mit Eigenschaft hinzufügen legst Du neue an; jede Eigenschaft hat einen Feldtyp:

GruppeTypen
EinfachText, Zahl, Kontrollkästchen, Datum, Datum & Uhrzeit
AuswahlAuswählen, Status, Mehrfachauswahl
Listen & RelationenListe, Tags, Relation
Web & KontaktURL, E-Mail, Telefon

Auswahl-Typen können feste Optionen mit Farbe und (bei Status) Gruppe/Stufe tragen — diese Optionslisten werden in Datenbanken (.base) gepflegt, siehe Datenbanken (.base).

Geschützt sind die OKF-Systemfelder, die Plainva verwaltet: type (der Wert ist als Dropdown bekannter Typen wählbar, Name/Feldtyp/Löschen sind gesperrt) und — wo es in älteren Notizen noch steht — okf_version (reine Anzeige; seit OKF 0.2 gehört das Feld nur in die Wurzel-index.md). Hintergrund: OKF.

Status, Veraltet-Hinweis und Prüfvermerk (OKF 0.2)

Fünf optionale Eigenschaften aus OKF 0.2 lassen eine Notiz sagen, woher sie stammt und ob sie noch gilt — Plainva zeigt sie an, ohne dass Du etwas einrichten musst:

generated und sources setzt Plainva nur dort, wo es selbst Notizen erzeugt — beim Import, bei der E-Mail-Erfassung und beim Aufgaben-Abgleich; der Editor stempelt nie, und bestehende Notizen werden nicht nachträglich bestempelt. Den Feldvertrag findest Du in der Dateiformat-Referenz, die Hintergründe unter OKF.

Dokument-Icon und Header-Farbe

Jede Notiz kann ein Icon (Notion-artig über dem Titel, auch im Tab und Dateibaum sichtbar) und einen Farbstreifen über die volle Breite tragen:

Vorlagen (Templates)

Lege einen Vorlagen-Ordner (Templates) in den Einstellungen → Vault → Inhalt & Struktur (über Ordner auswählen… neben dem Feld wählst Du den Ordner auch direkt im Vault) fest. Dann fügst Du Vorlagen per Strg+Alt+T oder Slash-Befehl Vorlage einfügen ein. Vorlagen bestimmen den Inhalt neuer Dateien vollständig — inklusive Frontmatter: Bringt die Vorlage ein eigenes type mit, gewinnt es. Beim Einfügen in eine bestehende Notiz bleibt das Frontmatter der Vorlage außen vor — es landet nur der Inhalt.

Platzhalter: Vorlagen setzen benannte Platzhalter ein — keine Skripte, keine Ausdrücke; nichts davon führt Code aus.

PlatzhalterWas er einsetzt
{{title}}Den Titel der Notiz
{{date}}, {{time}}Datum bzw. Uhrzeit; mit eigenem Format: {{date:DD.MM.YYYY}}
{{date+7}}, {{date-1}}Verschobenes Datum, mit Format kombinierbar
{{yesterday}}, {{tomorrow}}Vortag, Folgetag
{{weekday:monday}}, {{weekday:next friday}}Den Wochentag dieser bzw. der nächsten Woche; Format nach einem zweiten Doppelpunkt: {{weekday:monday:DD.MM.}}. Wo die Woche beginnt, folgt Deiner Kalender-Einstellung
{{daily}}, {{daily+1}}, {{daily-1}}Einen Link auf die Tagesnotiz von heute, morgen oder gestern; mit eigener Beschriftung: {{daily+1:Morgen}}
{{folder}}, {{vault}}Ablageordner der Notiz, Name des Vaults
{{cursor}}Kein Text — markiert, wo die Schreibmarke danach steht
{{prompt:Label}}, {{prompt:Label|Vorgabe}}Fragt Dich nach Text (angezeigt als Label)
{{select:Label|A,B,C}}Fragt Dich mit einer Auswahlliste
{{date_prompt:Label}}Fragt Dich nach einem Datum
{{selection}}Den markierten Text — beim Einfügen einer Vorlage
{{clipboard}}Die Zwischenablage — sie erscheint als vorbelegte Frage, nie unbemerkt in der Notiz
\{{date}}Den Platzhalter selbst, unaufgelöst

Sprache der Datumsangaben: Wochentage und Monatsnamen (dddd, MMMM) erscheinen in der Sprache der App — in einer deutschen Oberfläche schreibt {{date:dddd, D. MMMM YYYY}} also Mittwoch, 29. Juli 2026. Der Dateiname einer Tagesnotiz bleibt bewusst englisch: er muss zu dem Format passen, mit dem er angelegt wurde, sonst findet Plainva bestehende Tagesnotizen nicht mehr wieder.

Fragt eine Vorlage etwas, stellt Plainva alle Fragen zusammen in einem Dialog, bevor die Notiz geschrieben wird — beim Einfügen wie beim Anlegen; ein Abbruch legt nichts an. Nur bei Notizen, die im Hintergrund entstehen (etwa beim Aufgaben-Abgleich), wird nicht gefragt: dort bleiben die Antworten leer. Ein Platzhalter, den Plainva nicht kennt, bleibt sichtbar stehen — so sieht ein Tippfehler wie ein Tippfehler aus.

Auf dem Telefon arbeitet dieselbe Engine: Die Platzhalter werden ersetzt, die Fragen einer Vorlage erscheinen zusammen in einem Blatt (ein Abbruch legt nichts an), und die Zuordnungen Ordner → Vorlage und Notiztyp → Vorlage greifen auch dort — eine Notiz in Projekte/ beginnt also auf beiden Geräten gleich. Zwei Unterschiede: Zugeordnet wird am Desktop (das Telefon wendet die Regeln nur an), und {{weekday:…}} rechnet dort immer ab Montag, weil es die Einstellung für den Wochenbeginn mobil noch nicht gibt.

Vorlagen-eigene Angaben: Eine Vorlage kann Angaben tragen, die nur für sie selbst gelten — dass ihre Aufgaben nicht in der Aufgaben-Übersicht auftauchen, oder zu welchen Datenbanken sie gehört. Eine daraus erstellte Notiz erbt sie nicht. Sehr alte Tagesnotizen können sie noch tragen; wie Du sie findest, steht in den Häufigen Fragen.

Vorlagen je Ordner: Unter Einstellungen → Vault → Inhalt & Struktur → Vorlagen ordnest Du einem Ordner eine Vorlage zu — jede neue Notiz dort startet dann aus ihr, ohne dass Du etwas wählst. Die Zuordnung gilt auch für Unterordner; passen mehrere, gewinnt der längste Pfad (Projekte/Kunden schlägt Projekte). Genauso ordnest Du eine Vorlage einem Notiztyp zu; sie greift, wenn für den Ordner nichts hinterlegt ist — Ordner schlägt Typ. Über Neue Notiz aus Vorlage … (Rechtsklick im Dateibaum, Befehls-Palette oder Schnellöffner) wählst Du eine Vorlage ausdrücklich — das schlägt jede Zuordnung. Die Zuordnungen liegen in den Einstellungen, nicht in den Notizen, und reisen über die Einstellungs-Synchronisation auf Deine anderen Geräte.

Vorlagen erstellen geht von überall: Die Befehls-Palette (Strg+P) bietet Neue Vorlage erstellen (eine frische Vorlage öffnet sich zum Bearbeiten) und Aktuelle Notiz als Vorlage speichern (kopiert die offene Notiz in den Vorlagen-Ordner). Vorlagen sind gewöhnliche Markdown-Dateien — bearbeite, benenne oder lösche sie direkt im Dateibaum.

Tägliche Notizen

Tägliche Notiz öffnen (Seitenleiste) oder ein Klick im Kalender erstellt die Notiz des Tages nach Deinem Datumsformat im eingestellten Basis-Ordner für tägliche Notizen, optional aus einer Vorlage.

Eine Tagesnotiz kann auch ein Journal tragen: kurze Einträge mit Uhrzeit (- 14:05 Text) unter der Überschrift Journal, geschrieben mit Strg+Umschalt+J oder Journal-Eintrag und über alle Tage hinweg gelesen in der Journal-Ansicht. Es sind gewöhnliche Listenzeilen — siehe Journal.

Aufgaben, Formeln, Diagramme und Fußnoten

Arabisch, Hebräisch, Persisch und andere Schriften, die von rechts nach links laufen, setzt Plainva automatisch von rechts nach links — Absatz für Absatz, ohne Einstellung. Jeder Absatz, jede Überschrift, jeder Listenpunkt, jede Zitatzeile und jede Tabellenzelle richtet sich nach dem ersten Buchstaben hinter der Markdown-Syntax: Ein Absatz, der mit einem arabischen Wort beginnt, läuft von rechts, einer mit einem lateinischen Wort von links, und eine Notiz darf beides mischen. Aufzählungspunkte, Kästchen, Zitatbalken und Einzug wandern mit dem Text nach rechts; das x in - [x] zählt nicht als Wort, eine erledigte Aufgabe bleibt also rechts. Eine Zeile ohne Buchstaben (eine Zahl, ein neuer leerer Listenpunkt) behält die Richtung der Zeile darüber.

Drucken und als PDF speichern

Im ⋮-Menü des Editors und in der Befehls-Palette (Strg+P) findest Du Drucken / Als PDF…: Gedruckt wird immer die Leseansicht (aus Live/Quelltext wechselt Plainva vorher automatisch hinein). Im Systemdialog kannst Du statt eines Druckers auch „Als PDF speichern” wählen.

Notiz exportieren

Notiz in einer anderen App öffnen

Deine Notizen sind einfache .md-Dateien, jeder Markdown-Editor kann sie öffnen. Im ⋮-Menü des Editors gibt es In Standard-App öffnen: Damit übergibt Plainva die aktuelle Notiz an die App, die Dein System für Markdown-Dateien verwendet (etwa Byword, MacDown oder VS Code). Plainva beobachtet die Datei weiter, sodass dort gemachte Änderungen hier automatisch erscheinen.

Bilder und Anhänge

Und Obsidian?

Alles bleibt Standard-Markdown mit Standard-Frontmatter. Obsidian öffnet die Dateien vollständig; den gebündelten plainva:-Schlüssel zeigt es als nicht editierbares Objekt in den Properties an — das ist beabsichtigt und stört nicht.

Siehe auch

Auswahl formatieren

Erstreckt sich eine Auswahl über mehrere Zeilen, werden Fett, Kursiv, Durchgestrichen, Hervorhebung und Inline-Code getrennt auf jede nichtleere Zeile angewandt. Listen-, Zitat-, Überschriften- und Aufgabenpräfixe bleiben außerhalb der Inline-Markierungen. Links bleiben einzeilig, weil ein mehrzeiliger Linktext kein portables Markdown ist.

Eine ATX-Überschrift und eine GFM-Aufgabe sind alternative Blocktypen. Plainva schreibt deshalb keine fehlerhafte Mischform. Inline-Formatierungen funktionieren in beiden Blöcken vollständig; nutze - [ ] **Wichtige Aufgabe** für einen hervorgehobenen Aufgabentitel.

Abschnitte und Blöcke einbetten

![[Notiz#Überschrift]] zeigt den Abschnitt einschließlich seiner Unterüberschriften bis zur nächsten gleich- oder höherstufigen Überschrift. ![[Notiz#^block-id]] zeigt den adressierten Absatz, Listeneintrag oder den vor einer allein stehenden Block-ID liegenden Block. Ein normaler Link [[Notiz#^block-id]] springt auch im Lesemodus dorthin.

Bei gleichen Überschriften kannst Du eine eindeutige Abschnittskette (#Projekt#Ergebnis) oder den nummerierten Anker (#ergebnis-1) verwenden. Fehlende oder mehrdeutige Ziele zeigen einen Hinweis. Die Quelle bleibt über die Einbettung erreichbar. Verschachtelungen sind begrenzt; Codebeispiele werden nicht als Einbettungen ausgeführt. Auf dem Telefon zeigt die Karte den gewählten Abschnitt oder Block ohne die vierzeilige Kürzung der allgemeinen Notizvorschau. Bestehende Dateien werden nicht verändert.

Listen sicher bedienen

Ein Listeneintrag wird erst nach einem abgeschlossenen Tipp oder Klick auf seinen Punkt eingeklappt. Ziehen, Scrollen, ein abgebrochener Kontakt oder eine Mehrfinger-Geste klappen ihn nicht ein. Die Einrückung bleibt auch bei Schriftwechsel und schmalen Fenstern ruhig; Quelltext, Tabs und Cursorposition bleiben erhalten.

Auswahlleisten im sichtbaren Bereich

Die Formatierungsleiste folgt Deiner Auswahl auch beim Scrollen und bleibt mit Abstand zum Bildschirmrand sichtbar. Bei wenig Platz wechselt sie die Seite der Auswahl oder bricht ihre Knöpfe um. Im mobilen Lesemodus werden lange Aktionsbeschriftungen bei Bedarf durch Symbole mit zugänglichen Namen ersetzt; Kopieren, Alles auswählen und die verfügbaren Bearbeitungs- oder Kommentaraktionen bleiben erreichbar.

Eigenschaften vervollständigen

Beim Hinzufügen erscheinen bekannte Namen mit Typ und Häufigkeit. Bereits vorhandene und reservierte Namen werden nicht angeboten. Der Typ einer zuständigen Datenbank hat Vorrang, danach folgen der Indextyp und das lokale Typregister. Für Text und Listen werden passende Werte aus dem Notizordner vorgeschlagen; „Im ganzen Vault suchen“ erweitert den Bereich. Listen werden als einzelne Werte angeboten. Definierte Datenbank-Optionen bleiben exklusiv, auch bei einer leeren Liste. Freie Eingaben bleiben möglich; erst die bestätigte Bearbeitung ändert die Notiz. Text und Listen behalten ihren Typ. Dies gilt für die Notizeigenschaften und Datenbank-Zellen am Desktop und mobil.

Bild öffnen

Bild öffnen steht bei lokalen Bildern in der Lesedarstellung und Live-Vorschau sowie im Bild-Kontextmenü bereit. Mobil vergrößerst Du im Bildbetrachter mit zwei Fingern, einem Doppeltipp oder den Zoomknöpfen; Zoom zurücksetzen zeigt das ganze Bild. Zurück führt zur Notiz. Langes Drücken auf das eingebettete Bild bleibt für die Bildaktionen des Betriebssystems erhalten, ebenso die Markierung einer Bildregion für Kommentare.