Aus einer anderen App importieren

Stand: 2026-07-28

Plainva kann Notizen aus anderen Notiz-Apps übernehmen. Der Import schreibt immer in den Vault, den Du gerade geöffnet hast — in einen Unterordner, den Du selbst benennst. Der Rest Deines Vaults wird nicht angefasst, und Du kannst den importierten Ordner hinterher wie jeden anderen Ordner verschieben oder löschen.

Der Import läuft auf beiden Geräten. Am Desktop stehen alle Quellen zur Verfügung; auf dem Telefon findest Du ihn unter Einstellungen → Wartung → Aus anderer App importieren. Er schreibt dort immer in einen Unterordner des geöffneten Vaults — Quellen, die einen Zugang zu einem Dienst brauchen (etwa Notion über die API), bleiben dem Desktop vorbehalten.

Import starten

Drei Wege:

Der erste Schritt fragt nach Deinem Export — Dateien wählen… oder Ordner wählen…, je nachdem, was Du vorliegen hast. Danach benennt der Assistent die erkannte App und Du legst fest, wohin geschrieben wird. Es folgt eine Vorschau mit den Zahlen des Laufs, den Grenzen dieses Imports und den Schaltern zur Quelle. Geschrieben wird erst, wenn Du auf Import starten klickst.

Du musst nicht wissen, welcher Eintrag zu Deinem Export passt. Wähle die Dateien, und Plainva erkennt die Quelle — einen Notion-Export an den langen IDs in seinen Pfaden, einen Logseq-Graphen an seinen Ordnern journals/ und pages/, einen Keep- oder Simplenote-Export am Inhalt des JSON. Der Assistent sagt, was er erkannt hat; lag er falsch, änderst Du es in den Kacheln darunter, und Deine Wahl bleibt stehen.

Wohin der Import schreibt

Genau eines von beiden je Import — nie beides:

Die Zielzeile unter der Auswahl nennt immer den genauen Ordner — wo etwas landet, ist damit nie eine Vermutung.

Optionen für diesen Import

In der Vorschau stehen unter den Zahlen die Schalter, die zur erkannten Quelle passen — jede Quelle bringt ihre eigenen mit, und was eine Quelle nicht kann, taucht dort auch nicht auf. Sie stehen dort und nicht früher, weil die Fragen erst Sinn ergeben, wenn Du siehst, was auf Dich zukommt; ein Schalter, der die Zahlen ändert, lässt sie sofort neu zählen.

Was die Vorschau zeigt

Die Vorschau ist die letzte Station vor dem Schreiben und nennt alles, was danach eine Überraschung wäre:

Einen Lauf stoppen

Ein großer Workspace dauert, deshalb lässt sich ein Import stoppen: Import stoppen während des Laufs. Was schon im Vault angekommen ist, bleibt dort, und der Bericht beschreibt es — ein Teil-Import ist kein kaputter. Wie beim vollständigen Import ist der Ordner das Rückgängig.

Was Du importieren kannst

QuelleWas Du auswählstWas übernommen wird
Notion (API)Einen Integrations-TokenSeiten, Ordner-Hierarchie, Datenbanken mit Zeilen, Relationen, 21 Eigenschaftstypen
Notion (ZIP-Export)Das ZIP oder den entpackten OrdnerSeiten und Ordnerstruktur; eine Datenbank bekommt Spalten und Zeilenwerte aus der CSV daneben
Evernote (ENEX)Eine oder mehrere .enex-DateienNotizen, Tags, Checklisten (abgehakt und offen), Erstellt-/Geändert-Daten
Google Keep (Takeout)Das Takeout-ZIP oder die .json-DateienNotizen, Checklisten, Labels als Tags, Farbe in der Notiz-Kopfzeile, angeheftete Notizen als Pinnwand
SimplenoteDie exportierte .json-DateiAktive Notizen und ihre Tags
LogseqDeinen Graph-OrdnerDie Dateien, unverändert kopiert
JoplinDer Markdown-Export als Ordner oder ZIPNotizen mit ihren Notizbüchern, Frontmatter, Tags und Ressourcen
Bear (TextBundle)Die exportierten .textbundle-OrdnerNotizen mit ihren Bildern
NotesnookDer Markdown-ExportNotizen und ihre Notizbuch-Ordner; eine Notiz in zwei Notizbüchern wird einmal importiert
CapacitiesDer Export als Ordner oder ZIPNotizen mit ihren Eigenschaften als Frontmatter, dazu Medien
AmplenoteDas Export-ZIPNotizen mit ihrem Frontmatter und ihren Bildern
SupernotesDer Markdown-ExportKarten als Markdown, mit den Metadaten-Dateien daneben
HeptabaseDer Markdown-ExportKarten mit ihrem Frontmatter; die Whiteboard-Anordnung kommt nicht mit
UpNoteDer Markdown-ExportNotizen mit ihren Notizbüchern und Anhängen
CraftDer Markdown-ExportDokumente mit ihren Assets
AnytypeDer Markdown-ExportObjekte mit ihren Relationen als Frontmatter
Standard NotesDas entschlüsselte JSON-BackupNotizen mit ihren Titeln und Tags
Workflowy / DynalistDer OPML-ExportEine Notiz je Eintrag der obersten Ebene, die Unterpunkte als verschachtelte Listen
TriliumDer Subtree-ExportDer Notizbaum und seine Anhänge; HTML-Notizen werden zu Markdown
Roam ResearchDer JSON-ExportSeiten als Notizen, Gliederungen als verschachtelte Listen; Blockreferenzen werden zum Text, auf den sie zeigten
ReflectDer Markdown-ExportNotizen mit ihren Wiki-Links und Tagesnotizen
TiddlyWikiDer JSON-ExportTiddler als Notizen mit ihren Tags und Daten; WikiText bleibt, wie er geschrieben ist
TanaEin Tana-Paste-TextJeder oberste Knoten wird eine Notiz, seine Kinder bleiben Aufzählungspunkte
RemNoteDer Markdown-ExportDokumente mit ihren verschachtelten Rems
HTML-Ordner / ZIPEin Ordner, Dateien oder ein ZIP mit HTML-SeitenDie Seiten als Markdown-Notizen, die Links untereinander umgebogen
Markdown-Ordner / ZIPEinen Ordner, Dateien oder ein ZIPDie .md-Dateien und ihre Ordnerstruktur

Obsidian steht mit in der Liste, startet aber keinen Import — und braucht auch keinen. Plainva arbeitet mit denselben Markdown-Dateien: Der Eintrag erklärt das und bietet Dir Vault öffnen an. Wiki-Links, Tags, Frontmatter und .base-Dateien funktionieren weiter, und Dein Vault bleibt mit Obsidian nutzbar. Ehrlich dazu gehört: Es gibt kein Plugin-Ökosystem, kein Canvas und kein Dataview — dafür Filter in .base; Plugin-Syntax in Deinen Notizen bleibt als Text stehen.

Warum fehlt meine App?

Manche Apps stehen nicht in der Liste, und der Grund ist jedes Mal ein anderer — das ist wichtig, denn zwei davon fehlen nur vorerst.

Für alles, was nicht in der Liste steht, ist der Weg derselbe: Kann Deine App Markdown-Dateien schreiben, nimmt der Eintrag Markdown-Ordner / ZIP sie an — mitsamt ihrer Ordnerstruktur.

Notion im Detail

Notion ist die eine Quelle, bei der sich die beiden Wege deutlich unterscheiden.

Mit Integrations-Token (empfohlen). Den Token legst Du unter notion.so/my-integrations an — der Assistent nennt die drei Schritte und öffnet Dir die Seite. Öffne danach in Notion jede Seite, die Du importieren willst, klicke oben rechts auf „…”Verbindungen, und füge Deine Integration hinzu — Notion gibt nur Seiten heraus, die Du ausdrücklich verbunden hast.

Plainva speichert den Token nicht. Er gilt für diesen einen Lauf und ist danach wieder weg; es entsteht kein verbundenes Konto. Für den nächsten Import fügst Du ihn erneut ein.

Über die API sieht Plainva die Struktur, nicht nur den Text:

Aus einem ZIP-Export. Das funktioniert offline und ohne Token, aber Notions Export enthält weder das Datenbankschema noch die Seiten-IDs. Seiten und Ordner kommen mit, und Links zwischen den importierten Seiten funktionieren weiter — Notion schreibt sie mit einer langen ID in jedem Pfadabschnitt, und Plainva richtet sie auf die Notizen aus, die tatsächlich geschrieben wurden. Die .csv neben jedem Datenbank-Ordner wird für das gelesen, was die Seiten selbst nicht tragen: die Spalten, ihre Typen und die Werte jeder Zeile als Frontmatter. Zeilen, für die der Export keine Seite hat, werden als Notizen geschrieben. Zugeordnet wird über den Titel — der API-Weg ist der mit echten IDs und bleibt die bessere Wahl für einen Workspace, der auf Relationen gebaut ist.

Was ein Import nicht übernehmen kann

Jeder Import nennt seine Grenzen in der Vorschau und noch einmal im Bericht. Die wichtigsten:

Daten und Zeiten bleiben erhalten

Eine über Jahre gewachsene Sammlung verliert ihren Zeitbezug, wenn nach dem Import alles von heute stammt. Plainva übernimmt deshalb die Datumsangaben der Quelle:

Ein Fehler beendet nicht den ganzen Import

Wenn eine einzelne Notiz nicht geschrieben werden kann, läuft der Import weiter und der Bericht nennt sie mit Grund. Auch wenn der Lauf vorzeitig abbricht, wird der Bericht geschrieben — Du siehst also immer, was schon in Deinem Vault liegt.

Es wird nichts überschrieben

Der Import schreibt in den geöffneten Vault und ist deshalb bewusst nicht-destruktiv gebaut:

Wenn Du den Import lieber komplett getrennt halten willst, lege vorher einen neuen Vault an (Neuer Vault im Startbildschirm) und importiere dorthin.

Der Import-Bericht

Jeder Durchlauf schreibt einen Import-Bericht in den Zielordner. Er listet:

Der Bericht ist das ehrliche Protokoll des Durchlaufs — wenn etwas abgeschnitten oder weggelassen wurde, steht es dort und wird nicht stillschweigend als Erfolg gezählt. Lies ihn, bevor Du den Export löschst.

Ganz unten steht, wie Du den Import rückgängig machst: Alles aus einem Lauf liegt in einem einzigen Ordner — löschst Du ihn, ist der Import weg. Beim Ziel Neuer Vault ist das der Ordner des neuen Vaults. Einen eigenen Rückgängig-Befehl braucht es dafür nicht. Der Bericht selbst ist eine normale Notiz und darf gelöscht werden, sobald Du ihn gelesen hast.

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