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Öffnen, bearbeiten, zurückgeben: Plainva und Obsidian

5. August 2026

Die Frage, die mir beim Bauen am häufigsten gestellt wurde, war nicht „synchronisiert es” oder „ist es schnell” — sondern „was passiert mit meinem Obsidian-Vault?” Und ich verstehe das: Wenn da Jahre an Notizen drinstecken, ist die Vorstellung, eine neue, unerprobte App auf diesen Ordner loszulassen, wirklich beängstigend. Also habe ich mir früh eine Regel gesetzt: Plainva soll Dich nie vor eine Wahl stellen. Es liest und schreibt genau das, was Obsidian auch tut — reines Markdown, YAML-Frontmatter, [[Wiki-Links]] und .base-Datenbanken im Obsidian-Stil. Du öffnest einen bestehenden Vault und fängst einfach an zu arbeiten.

Nichts ändert sich in dem Moment, in dem Du sie öffnest

Deine Notizen bleiben reine .md-Dateien — dieselben Links, dieselben Tags, dasselbe Frontmatter, das Obsidian schon versteht. Datenbanken nutzen Obsidians Bases-Format, und alles, was Plainva obendrauf packt, liegt unter einem eigenen Namespace-Schlüssel, den Obsidian einfach ignoriert, statt daran hängenzubleiben. Nichts wird migriert oder in einen Hausstil umgeschrieben, nur weil Du den Ordner geöffnet hast. Schließt Du Plainva morgen für immer, würde Dein Vault es nicht einmal merken.

Das eine, das ich nicht schönreden will

Nutzt Du eine Plainva-spezifische Funktion — ein eigenes Notiz-Icon, bestimmte Datenbank-Extras — und bearbeitest dann genau diese Datei in Obsidian, können die Teile verloren gehen, die Obsidian nicht kennt. Öffnen und Lesen ist immer sicher; der Vorbehalt gilt eng gefasst nur dem Bearbeiten Plainva-erweiterter Dateien in der anderen App. Das sage ich Dir lieber vorher, als dass Du es zufällig entdeckst — deshalb zeigt Plainva genau das beim ersten Öffnen eines Vaults an.

Die eigentliche Design-Regel ist einfach Plainva-first, Obsidian-kompatibel — und sie funktioniert nur, weil Obsidian Deine Dateien immer öffnen kann. Genau das hält die Ausgangstür entriegelt; Du steckst nie in Plainva fest, denn der Weg raus ist einfach Dein Dateimanager. Kommst Du von Obsidian, gib ihm einen Nachmittag: Zeig Plainva auf Deinen echten Vault-Ordner und schau, was passiert. Ist es nichts für Dich, ist nichts verloren — Deine Notizen sind genau so, wie Du sie verlassen hast.

— Marco