Datenbanken über reinen Notizen: wie .base funktioniert
Als ich von Notion auf reines Markdown umgestiegen bin, gab es genau eine Sache, die ich wirklich vermisst habe: die Datenbanken. Nicht die Wiki-Optik — das Board, auf dem Du eine Karte von „Offen” nach „Erledigt” ziehst und es einfach passiert. Ich dachte, das wäre der Preis dafür, seine Notizen wieder als reine Dateien zu besitzen. .base ist mein Versuch, diesen Preis nicht zu zahlen.
Es ist immer noch nur Dein Frontmatter
Eine .base-Datei ist keine Datenbank im klassischen Sinn — sie ist eine gespeicherte Ansicht auf einen Ordner oder eine Menge von Tags: welche Notizen rein sollen, welche Eigenschaften angezeigt werden, wie gruppiert und sortiert wird. Die eigentlichen Werte liegen im YAML-Frontmatter jeder Notiz, Dinge wie status: in Arbeit oder frist: 2026-08-01, und Plainva zeigt sie als Tabelle, Board, Kalender, Galerie, Zeitachse oder sogar als Graph. Zieh eine Karte von „Offen” nach „Erledigt”, und Plainva ändert genau ein Feld in genau einer Notiz — keine versteckte Datenbankdatei, die synchron bleiben muss, kein Export, bevor Du dieselben Notizen anders ansehen kannst. Derselbe Ordner kann mehrere Ansichten gleichzeitig speisen, ein Board zum Sortieren und eine Tabelle für die Details, und Relationen verbinden Notizen auch über Datenbanken hinweg: Das projekt-Feld einer Aufgabe zeigt auf eine Projektnotiz, und die Rückspalte — die Aufgaben dieses Projekts — erscheint automatisch auf der anderen Seite. Jede .base in Deinem Vault bekommt außerdem einen festen Platz in der Seitenleiste — einen Datenbanken-Reiter, der sie alle nach Ordner gruppiert auflistet —, sodass eine Ansicht einen Klick entfernt ist, statt irgendwo im Dateibaum vergraben.
Würde Plainva morgen verschwinden
Das ist der Teil, der mir wirklich wichtig ist. .base folgt Obsidians eigenem Bases-Format, und Plainvas Extras liegen unter einem eigenen Namespace-Schlüssel, den andere Werkzeuge einfach ignorieren — eine Datenbank, die Du hier baust, öffnet also auch in Obsidian. Und würde Plainva selbst verschwinden — keine Firma, kein Server, nichts —, lägen Deine Daten immer noch als Markdown-Dateien da, die Du öffnen, lesen und durchsuchen kannst. Datenbanken sind meist die Stelle, an der sich Lock-in einschleicht. Ich wollte, dass das hier die eine Stelle ist, an der das nicht passiert.
Probier’s an Deinen eigenen Notizen aus und schau, wie sich ein gefiltertes Board anfühlt, wenn die „Datenbank” einfach Deine Dateien ist.
- Ansehen: die Datenbank-Anleitung
- Ausprobieren: plainva.com
— Marco