← Alle Beiträge

Wohin Plainva geht

12. August 2026

Ein Release wie v0.1 rauszubringen fühlt sich weniger wie eine Ziellinie an als wie eine Tür aufzumachen und Leute reinzulassen. Die Frage, die ich gerade am häufigsten höre, ist nicht „was kann es”, sondern „was kommt als Nächstes”. Fair genug — hier ist die ehrliche Version.

Was mich gerade am meisten stört

Die „Unbekannter Herausgeber”-Warnung, die Du beim Installieren von Plainva unter Windows oder macOS aktuell siehst. Nichts Gefährliches, aber ein schlechter erster Eindruck für eine App, die Dich bittet, ihr Deine Notizen anzuvertrauen — ordentliche Code-Signierung steht deshalb ganz oben auf meiner Liste. Dahinter liegt die weniger glamouröse Arbeit: reichhaltigere Vorlagen, mehr Power in den Datenbank-Ansichten und dafür sorgen, dass Plainva flott bleibt, wenn ein Vault wirklich groß wird. Nichts davon macht eine spannende Schlagzeile. Aber all das entscheidet, ob Leute wirklich bleiben.

Worauf ich mich wirklich freue

Mobile. Ich habe Sync nicht nachträglich an Plainva rangeklebt — die ganze Architektur ging von Anfang an davon aus, dass irgendwann ein Handy denselben Vault öffnen muss. Die mobile App ist deshalb kein separates Produkt mit eigenen Macken, sondern einfach ein weiteres Fenster auf die Notizen, die Du schon auf dem Desktop hast. Sie ist gerade in der geschlossenen Testphase auf Android und iOS und wird über den Sommer breiter — genau dahin hat alles andere die ganze Zeit gezeigt.

Was sich darunter auch ändert, manches bleibt: reine Markdown-Dateien, Local-first-Speicherung, kein Lock-in, die AGPL-Lizenz. Alles oben entsteht auf diesem Fundament, nie drumherum. Wenn Du mitgestalten willst: öffne ein Issue oder eine Discussion — gerade jetzt liegt kaum etwas zwischen Deinem Feedback und dem, was ich als Nächstes baue. Und wenn Du lieber unterstützen als einen Bug melden willst, hält Sponsoring das Projekt unabhängig. So oder so: danke, dass Du so früh dabei bist.

— Marco