Was Plainva noch nicht kann
Ich habe mir mal eine Notiz-App anhand ihrer Feature-Seite ausgesucht, ein paar hundert Notizen umgezogen — und erst danach gemerkt, dass der beworbene Sync eigentlich noch „kommt bald” war. Das will ich Dir nicht antun. Plainva ist eine v0.1 — ich nutze sie täglich, sie ist einigermaßen gut getestet, aber früh dran. Hier die ehrliche Liste, was noch fehlt.
Was noch nicht da ist
Am meisten höre ich über Mobile — und genau da bewegt sich gerade am meisten. Plainva läuft heute auf Windows, macOS und Linux, und die Handy-Version ist inzwischen in der geschlossenen Testphase auf Android und iOS; ich habe neulich darüber geschrieben, wie sie dorthin kommt. In den App-Stores ist sie noch nicht, Du kannst sie also noch nicht einfach antippen und installieren — aber sie ist jetzt real, kein „irgendwann” mehr. Weil der Sync über Deinen eigenen Speicher läuft statt über meinen, funktioniert derselbe Vault dort einfach mit; bis die öffentliche Beta öffnet, gibt es eine Benachrichtigung. Der macOS-Build hat sein eigenes Sternchen: Er funktioniert, ist aber noch nicht code-signiert, Gatekeeper meckert deshalb beim ersten Mal — Rechtsklick auf die App, Öffnen wählen, fertig. (Ich besitze selbst keinen Mac, wenn Dir dort also etwas komisch vorkommt, will ich das wirklich wissen.) Und während sich WebDAV, Nextcloud, S3-kompatibler Speicher, OneDrive und Dropbox alle in ein, zwei Klicks verbinden, verlangt Google Drive noch ein eigenes, kostenloses Google-Cloud-Projekt vorab — etwa fünf Minuten, bis Plainva Googles CASA-Sicherheitsprüfung besteht.
Was grundsätzlich fehlt, vorerst
Es gibt kein Plugin-System und keine Echtzeit-Zusammenarbeit — Sync zwischen Deinen eigenen Geräten funktioniert gut, aber zwei Personen, die live an derselben Notiz sitzen, das gibt es noch nicht. Und der Sync ist zwar auf dem Transportweg verschlüsselt, Deine Zugangsdaten liegen im OS-Schlüsselbund, aber Plainva legt keine eigene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über Deinen Speicher — was Dein Anbieter im Ruhezustand tut, ist vorerst das, was Du bekommst.
Nichts davon ist für immer, es ist einfach da, wo v0.1 aufhört. Wenn einer dieser Punkte für Dich ein K.-o.-Kriterium ist, sollst Du das jetzt wissen und nicht erst, nachdem Du umgezogen bist — und wenn Du helfen willst, das schneller zu schließen: Feedback und Testen bewegt wirklich etwas.
— Marco