Erste Schritte
Stand: 2026-09-07
Diese Seite bringt Dich von der Installation zum ersten Arbeiten: Vault öffnen oder anlegen, die Oberfläche kennenlernen, die drei Editor-Modi verstehen.
Systemanforderungen
Plainva zeichnet sein Fenster mit der Web-Engine des Systems — die Engine, nicht der Prozessor, bestimmt die Untergrenze:
- Windows 10 oder neuer mit der WebView2-Laufzeit (Windows 11 bringt sie mit; unter 10 installiert das Installationsprogramm sie)
- macOS 13.3 (Ventura) oder neuer, Apple Silicon oder Intel
- Linux mit WebKitGTK 2.40 oder neuer (prüfen mit
pkg-config --modversion webkit2gtk-4.1)
Die Grenze der Engine ist Safari 16.4, und unter macOS entscheidet darüber die Systemversion: Eine App zeichnet ihr Fenster mit der System-WebView, und die kommt mit den macOS-Updates, nicht mit Safari. Auf einem Mac, den Apple nicht mehr aktualisiert, kann Safari deshalb weit neuer sein als die Engine, die jede andere App bekommt — Monterey bleibt bei Safari 15.6.1, so aktuell sein Safari auch ist. Ventura erreichte 16.4 mit 13.3, dort liegt die Untergrenze; ein neueres Safari verschiebt sie nicht.
Auf einem System darunter sagt Plainva das beim Start, statt ein leeres Fenster zu öffnen.
Linux: welche Datei. Auf Fedora, openSUSE und anderen RPM-Distributionen installierst Du das .rpm, auf Debian und Ubuntu das .deb — beide nutzen WebKitGTK, Mesa und Wayland Deines Systems. Das .AppImage ist der Ausweg für Distributionen ohne Paket: Es bringt eigene Kopien einiger Bibliotheken mit, und auf einem sehr neuen System (Mesa 25 oder neuer) können die mit der Grafik des Systems kollidieren. AppImages nach 0.8.0 umgehen das beim Start; bleibt ein Fenster trotzdem leer, starte es aus einem Terminal und lies die Meldung — EGL_BAD_PARAMETER meint genau das, und das .rpm oder .deb ist der Weg daran vorbei. Ein leeres Fenster auf einer NVIDIA-Karte ist etwas anderes: Probiere WEBKIT_DISABLE_DMABUF_RENDERER=1 ./Plainva*.AppImage (eine WebKitGTK-Einstellung, siehe Tauris Hinweise zur Linux-Grafik).
Was ist ein Vault?
Ein Vault ist ein ganz normaler Ordner auf Deinem Rechner, in dem Deine Markdown-Notizen liegen. Plainva legt darin einen versteckten Unterordner .plainva/ für den Suchindex und Einstellungen an — Deine Notizen selbst bleiben unangetastete .md-Dateien. Du kannst mehrere Vaults haben (z. B. „Privat” und „Arbeit”) und zwischen ihnen wechseln.
Einen Vault öffnen oder anlegen
Beim allerersten Start — bevor Du je einen Vault geöffnet hast — zeigt Plainva einmalig ein kurzes Willkommen. Es erklärt in drei Zeilen, worauf Plainva aufbaut, zeigt daneben eine kleine Vorschau der Oberfläche und bietet direkt die drei Wege hinein an: Vault öffnen, Neuer Vault und Aus anderer App importieren. Mit Später überspringst Du es und landest auf dem normalen Willkommensbildschirm; wieder erscheint es nicht — es sei denn, Du holst es unter Einstellungen → Start & Verhalten → Willkommensbildschirm zurück.
Nach einem Update zeigt dieselbe Stelle, was sich geändert hat: die größte Neuerung dieser Version mit eigener Überschrift, der Rest als je eine Zeile. Er erscheint einmal je Version — unter Einstellungen → Start & Verhalten → Release-Highlights erneut anzeigen kannst Du ihn jederzeit erneut aufrufen.
Beim Start begrüßt Dich der Willkommensbildschirm:
- Vault öffnen — Plainva fragt zuerst „Wo liegt Dein Vault?”: Lokaler Ordner öffnet einen bestehenden Ordner mit Markdown-Dateien auf diesem Computer (auch Obsidian-Vaults funktionieren direkt); Online-Vault synchronisiert einen bestehenden Vault aus der Cloud in einen lokalen Ordner — bei allen Anbietern in denselben drei Schritten (Verbinden, Ordner in der Cloud wählen, lokalen Ordner wählen; siehe Sync einrichten).
- Neuer Vault — zuerst kommt die Frage „Wo soll Dein Vault liegen?” (Auf diesem Computer oder Bei einem Online-Dienst), danach wählst Du die Startstruktur: leer oder mit einer vorbereiteten Ordnerstruktur; beides ist jederzeit anpassbar. Der Leere Vault enthält nur eine
index.md-Übersicht. Als Vorlagen stehen die Plainva-Tour, PARA, Zettelkasten, ACE (Linking Your Thinking), Johnny.Decimal, GTD, Journal und Projekt bereit — jede legt Ordner, eine Willkommensnotiz mit Kurzanleitung und automatisch gepflegteindex.md-Übersichten im OKF-Format an (Ordner- und Dateinamen folgen der App-Sprache). Die Plainva-Tour ist als Einstieg empfohlen: Sie füllt neun Ordner und sieben Datenbanken mit Beispielen, sodass Du jede Ansicht einmal in Betrieb siehst — Pinnwand, Kalender, Galerie, Board, Zeitachse, Tabelle und die Baum-Ansicht mit Unterelementen — dazu Notiz-Vorlagen, Ordner-Regeln und einen Markdown-Spickzettel. Hier ist nichts kostbar: Lösche, was Du nicht brauchst, und benenne den Rest um. Die Journal-Vorlage richtet zusätzlich die Tagesnotizen-Einstellungen des Vaults gleich mit ein. Die Vorlagen Plainva-Tour, PARA, GTD, Zettelkasten, Journal und Projekt bringen außerdem fertig verknüpfte Datenbanken samt Notiz-Vorlagen mit — etwa Projekte mit Status-Board und Bereichs-Bezug oder Aufgaben, die auf ihr Projekt verweisen. Die Projekt-Vorlage zeigt das Projektwerkzeug in Betrieb: vier verbundene Datenbanken, eine Spalte, die die offenen Aufgaben eines Projekts zählt, eine Fußzeile, die den geplanten Aufwand summiert, Abhängigkeiten zwischen Aufgaben und Meilensteine, die in der Zeitachse als Raute erscheinen. Beim Online-Weg folgt nach der Vorlage die Verbindung: Anbieter wählen, verbinden, den Ordner in der Cloud wählen oder über Neuer Ordner frisch anlegen, lokalen Ordner wählen — die gewählte Struktur entsteht im lokalen Ordner und wird beim ersten Sync in die Cloud hochgeladen.
Unter Kürzliche Vaults findest Du alles, was Du schon einmal geöffnet hast. Mit Aus Liste entfernen verschwindet ein Eintrag nur aus Plainva — die Dateien bleiben auf der Festplatte. Die Option Letzten Vault beim Start automatisch öffnen überspringt den Willkommensbildschirm künftig. Beim Entfernen fragt Plainva, ob zusätzlich alle App-Daten des Vaults vergessen werden sollen (Suchindex, Einstellungen, Fenster-Layout, Zugangsdaten für Sync, Kalender und Postfächer; automatische ZIP-Backups nur über die extra Checkbox) – Dein Vault-Ordner bleibt in jedem Fall unangetastet.
Die Oberfläche
- Linke Seitenleiste — drei Ansichten: Dateien (der Dateibaum), Tags (alle
#tagsim Vault) und Datenbanken (jede.baseim Vault, nach Ordner gruppiert — ein Klick öffnet sie); Zuletzt geöffnet und Lesezeichen stehen als Abschnitte über dem Ansichts-Umschalter und bleiben deshalb in allen drei Ansichten sichtbar. Ganz oben liegt das Suchfeld, daneben ein + für Neue Notiz, Neuer Ordner, Neue Base und Tageseintrag. Der Platzhalter im Suchfeld sagt, was gerade durchsucht wird, und die Reiter tragen ihren Namen, solange die Leiste breit genug ist — wird sie schmaler, behält zuerst nur noch der aktive Reiter seinen Namen, dann bleiben die Symbole. Unten: Vault-Wechsler, Tägliche Notiz öffnen und Einstellungen. Ein Klick auf das Doppelpfeil-Symbol neben den Ansichten klappt alle Ordner auf einmal ein oder aus, und Im Dateibaum anzeigen im ⋮-Menü des Editors zeigt die geöffnete Notiz direkt im Baum. In der Ansicht Dateien zeigt eine Kopfzeile den Namen und das Icon des aktuellen Vaults. - Sortieren — der Knopf neben dem Suchfeld ordnet den Dateibaum nach Titel, Zuletzt geändert oder Erstellt; dieselbe Wahl noch einmal kehrt die Richtung um. Unterordner und die
index.mdeines Ordners bleiben immer vorn; die Wahl merkt sich dieses Gerät. - Titelleiste — Deine geöffneten Tabs. Tabs lassen sich per Drag umsortieren und zwischen Editor-Bereichen verschieben.
- Editor-Bereich — hier liest und schreibst Du. Über das Tab-Menü (Rechts teilen / Unten teilen) oder die Kürzel
Strg+Alt+V/Strg+Alt+Steilst Du den Editor in zwei Bereiche (Split), z. B. für Notiz + Datenbank nebeneinander. - Weitere Fenster — eine Notiz in einem eigenen Fenster zeigt rechts dieselbe Kontext-Seitenleiste (Gliederung, Graph, Datenbanken, Backlinks, Eigenschaften; der Kalender bleibt beim Hauptfenster), ein- und ausklappbar über die Titelleiste.
- Rechte Seitenleiste — vier Abschnitte, per Drag umsortierbar: Kalender (Tagesnotizen), Gliederung (Überschriften der aktiven Notiz), Backlinks (wer verlinkt hierher) und Eigenschaften (das Frontmatter der Notiz).
- Statusleiste — Wortzahl/Zeichen, Sync-Status (Lokal/Online/Offline) und Speicherstatus (Speichert… / Gespeichert).
- Leere Listen — eine Liste ohne Inhalt sagt, was sie erwartet, und bietet den ersten Schritt an: Dateibaum, Datenbanken, Graph, Post, Aufgaben.
Die drei Editor-Modi
Oben rechts im Editor wechselst Du den Modus:
| Modus | Wofür |
|---|---|
| Lesemodus | Fertig gerenderte Ansicht zum Lesen und Navigieren. Links öffnen direkt in Plainva. |
| Live-Vorschau | Der Standard zum Schreiben: Markdown wird beim Tippen gerendert, Formatierungszeichen erscheinen nur, wo Du gerade arbeitest. |
| Markdown Source | Der rohe Text ohne Rendering — für volle Kontrolle. |
In welchem Modus Notizen öffnen, bestimmst Du über die Standard-Ansicht unter Einstellungen → App → Editor & Notizen (Lesen, Live oder Quelltext). Ein manueller Wechsel im Editor gilt je Datei für die laufende Sitzung.
Zusätzlich kannst Du zwischen Lesbare Breite und Volle Breite umschalten.
Dateibaum-Grundlagen
- Anlegen: Rechtsklick auf einen Ordner → Neue Notiz hier, Neuer Ordner hier oder Neue Datenbank (.base). Der große Neu-Knopf legt im gerade ausgewählten Ordner an (bzw. im Elternordner der ausgewählten Datei).
- Auswählen: Klick wählt aus,
Strg+Klick fügt einzeln hinzu/entfernt,Umschalt+Klick wählt einen Bereich, Mittelklick öffnet in einem neuen Tab. - Kontextmenü: u. a. Umbenennen (aktualisiert Links vault-weit), Duplizieren, Im Split öffnen (rechts) / Im Split öffnen (unten), Lesezeichen hinzufügen, Pfad kopieren, Im Dateimanager zeigen, Löschen.
- Verschieben nach… im Kontextmenü verschiebt eine Notiz, einen Ordner oder die ganze Mehrfachauswahl in einen Ordner Deiner Wahl — derselbe Weg wie Drag & Drop, nur ohne Drag: offene Tabs, Pinnwand-Verweise und der Index ziehen mit.
- Dieselben Aktionen in den Abschnitten über dem Baum: Ein Rechtsklick auf einen Eintrag in Zuletzt geöffnet oder Lesezeichen öffnet dasselbe Menü — ohne die Ordner-Einträge, dafür mit Aus der Liste entfernen (das nimmt nur den Eintrag aus der Liste, nie die Datei). Umbenannt wird dort über einen Abfrage-Dialog statt im Feld der Zeile. Die Kalender- und Aufgabenübersicht kann ebenfalls in Zuletzt geöffnet stehen; sie lässt sich öffnen und aus der Liste nehmen, aber nicht umbenennen oder löschen — sie ist eine Ansicht, keine Datei.
- Mehrfachauswahl: Löschen mit einer Bestätigung, Duplizieren und Verschieben per Drag funktionieren für alle ausgewählten Elemente zusammen. Gelöschtes landet im Papierkorb des Betriebssystems.
- Neue Notizen starten automatisch mit einer
# Überschriftaus dem Dateinamen. - Die eigene
index.mdeines Ordners (seine Übersicht) sortiert im Baum an den Anfang dieses Ordners, über seine Unterordner und Dateien — nicht alphabetisch zwischen den übrigen Notizen. - Neu einlesen: Der Kreispfeil in der Kopfzeile des Baums (oder F5) liest den Vault neu ein — Plainva gleicht den Index mit dem Ordner ab und holt bei Online-Vaults zusätzlich die Cloud-Dateien. Anschließend zeigt ein kurzer Bericht, was neu, geändert, entfernt oder übersprungen wurde. Für einzelne Ordner gibt es Ordner neu einlesen im Rechtsklick-Menü.
Tägliche Notizen
Der Knopf Tageseintrag in der linken Aktionsleiste öffnet bzw. erstellt die Notiz des Tages. Basis-Ordner, Datumsformat und eine optionale Vorlage stellst Du unter Einstellungen → Vault → Inhalt & Struktur (über Ordner auswählen… neben dem Feld wählst Du den Ordner auch direkt im Vault) ein.
Das Datumsformat nutzt dieselben Kürzel wie Obsidian: YYYY Jahr, MM Monat, DD Tag, dddd Wochentagsname — YYYY-MM-DD dddd ergibt 2026-07-29 Wednesday. Text, der unverändert bleiben soll, gehört in eckige Klammern: [Tagebuch] YYYY-MM-DD. Monats- und Wochentagsnamen sind immer englisch, damit ein Wechsel der App-Sprache Deine vorhandenen Tagesnotizen nicht unauffindbar macht.
Der Kalender rechts ist eine Tagesübersicht: Ein Klick auf ein Datum öffnet den Kalender-Tab an diesem Tag; ein Rechtsklick öffnet ein Menü, das oben den Tag nennt und Kalender öffnen, Tageseintrag sowie die Termine und fälligen Aufgaben des Tages anbietet. Tage mit einer Tagesnotiz tragen ein kleines Sonnen-Symbol, Tage mit Terminen farbige Punkte je Kalender. Der Heute-Knopf bringt Dich zurück zum aktuellen Monat; ein Klick auf das Monatslabel öffnet eine Schnellauswahl für Monat und Jahr. Dort blendest Du über Kalenderwochen anzeigen auch eine KW-Spalte ein — die Einstellung bleibt gespeichert.
Einstellungen
Einstellungen (Zahnrad unten in der Aktionsleiste ganz links oder Strg+,) schließen über das X oben rechts, Esc oder einen Klick außerhalb des Fensters. Änderungen speichern sofort automatisch — nur Cloud-Zugangsdaten übernimmst Du bewusst per Verbinden im Bereich Cloud-Konten (siehe Sync einrichten). Die Einstellungen sind zweigeteilt; jeder Bereich in der linken Leiste öffnet seine eigene Seite, auf der die Einstellungen in benannten Gruppen-Karten liegen:
- App — alles, was app-weit gilt, in fünf Bereichen. Erscheinungsbild: die Theme-Auswahl als Vorschau-Karten — neben Petrol (Standard) stehen Nord, Solarized, Gruvbox, Catppuccin, Papier (E-Ink-artig, maximal ruhig), Sepia (warmes Papier), Wald, Mitternacht (OLED-Schwarz), Hoher Kontrast und Phosphor Grün/Phosphor Amber (Retro-Terminal mit dezenten Scanlines) bereit; dazu der Modus (Hell/Dunkel/System-Standard; Ein-Modus-Themes wie Mitternacht legen den Modus fest, der Hell/Dunkel-Schalter in der Titelleiste pausiert dann), Sprache, Wochenbeginn, Kompaktheitsgrad und Oberflächen-Zoom, dazu die Karte Schrift mit drei Feldern — Oberfläche, Inhalt und Code — und der Inhalts-Schriftgröße; jedes Feld bietet Theme-Standard, Serif, Sans-Serif, Monospace oder Benutzerdefiniert… (das Feld Code nur Monospace), und hinter der eigenen Wahl steht eine Liste, in der sich jede Schrift in ihrer eigenen Form zeigt und dazusagt, ob dieses Gerät sie hat; nicht installierte Schriften lassen sich nicht wählen, und darunter bleibt ein Freitextfeld für alles Übrige. Schriften gelten je Gerät. Editor & Notizen: Standard-Ansicht. Start & Verhalten: letzten Vault automatisch öffnen, Kompatibilitäts-Hinweise. Updates: Plainva sucht beim Start still nach neuen Versionen und zeigt bei Funden einen Hinweis — ein Klick darauf lädt und installiert das Update direkt (der Hinweis bleibt bis zum Neustart stehen). Abschaltbar über Beim Start nach Updates suchen. Über & Diagnose: Versionsangaben, Status des OS-Keychain, Performance-Messwerte, Diagnose exportieren… (ohne Notizinhalte) und Problem melden. Die Tastenkombinationen erreichst Du jederzeit per
F1oder Tastenkombinationen anzeigen unten links. - Vault — der gewählte Vault steht als kleine Karte in der Leiste (der aktive Vault trägt einen Punkt); bei mehreren Vaults öffnet Wechseln darunter eine Auswahl-Liste. Darunter die Bereiche pro Vault: Cloud-Konten ist der eine Ort für alle Cloud-Anmeldungen — Konto verbinden… wählt den Anbieter (Microsoft, Google, Nextcloud, Dropbox, S3, WebDAV oder ein E-Mail-Postfach) und die Dienste (Dateien, Kalender & Aufgaben, E-Mail), die dieses Konto tragen soll. Die Dienst-Bereiche Synchronisation (siehe Sync einrichten), Kalender (siehe Kalender & Aufgaben) und E-Mail (siehe E-Mail-Erfassung) erscheinen erst, wenn ein verbundenes Konto den jeweiligen Dienst trägt. Dazu immer: Inhalt & Struktur (Tagesnotizen, Vorlagen (der Vorlagen-Ordner und die Zuordnungen Ordner → Vorlage bzw. Notiztyp → Vorlage, die auch auf dem Telefon greifen), Tagesnotizen (inkl. ihrer Vorlage), der Eingangsordner, der Anhänge-Ordner, Aufgaben, OKF (Open Knowledge Format) — siehe OKF — und Erweiterte Datenbanken), Backup & Versionierung und Wartung (Index neu aufbauen, gelöschte Dateien wiederherstellen, Vault-Statistik).
Tabs
- Rechtsklick auf einen Tab öffnet sein Menü: Anheften, Neu laden, Im Split öffnen (rechts), Pfad kopieren, Im Dateimanager zeigen und die Schließen-Gruppe.
- Anheften hält einen Tab fest: Er rückt an den Anfang der Leiste, zeigt statt des Schließen-Kreuzes eine Nadel und überlebt jedes Andere schließen / Links schließen / Rechts schließen / Alle schließen. Zum Schließen erst wieder Lösen.
- Neu laden verwirft die Ansicht und liest die Datei frisch von der Platte — nützlich, wenn ein anderes Programm sie geändert hat. Hat der Tab ungespeicherte Änderungen, lehnt Plainva das Neuladen ab, statt Deine Arbeit zu überschreiben.
Mehrere Fenster
Plainva muss nicht in einem Fenster bleiben. Was Du gerade brauchst, kann daneben stehen:
- Rechtsklick auf einen Tab → In neuem Fenster öffnen. Der Tab verlässt dieses Fenster und lebt im neuen weiter; eine Kopie bleibt nicht zurück.
- Rechtsklick in der Aktionsleiste auf Graph, Aufgaben, Kalender oder E-Mail → dieselbe Wahl. Klickst Du den Eintrag danach wieder an, holt Plainva das Fenster nach vorn, statt die Ansicht ein zweites Mal zu öffnen.
- Befehls-Palette → Kommunikations-Fenster öffnen startet ein Fenster, das gleich geteilt ist: E-Mail links, Kalender rechts.
- Befehls-Palette → Zweites Fenster öffnen startet die ganze Oberfläche noch einmal — Seitenleisten, Aktionsleiste, Reiter, Statusleiste. Das ist die Wahl für den zweiten Bildschirm.
- Beim Verfassen einer Nachricht löst das Ausklapp-Symbol das Fenster heraus — mitsamt allem, was Du schon getippt hast.
Ein herausgelöstes Fenster ist ein vollwertiges Plainva: es hat Reiter, lässt sich teilen und speichert über dieselbe Kette wie das Hauptfenster. Was es bewusst nicht hat, sind Seitenleisten und Aktionsleiste — es soll eine Sache zeigen.
Ein zweites Fenster hat beides — und es hat seinen eigenen Vault. Beim Öffnen zeigt es den des Hauptfensters; über den Vault-Wechsler unten links schaltet es auf einen anderen um, ohne das Hauptfenster mitzunehmen. Einstellungen, Import-Assistent und das Anlegen eines neuen Vaults bleiben beim Hauptfenster — die Knöpfe sind da, und ein Druck darauf holt das Hauptfenster nach vorn und öffnet die Fläche dort. Alles, was mit Deiner Arbeit zu tun hat, ist in beiden gleich: Bearbeiten, Speichern, Suchen und der Sync-Zustand in der Statusleiste. Breite der Seitenleisten und was Du eingeklappt hast, gehören jedem Fenster für sich.
Ein Inhalt ist immer nur in EINEM Fenster offen. Öffnest Du eine Notiz, die woanders schon aufgeschlagen ist, kommt dieses Fenster nach vorn. Das ist Absicht: zwei Editoren auf derselben Datei sind der sicherste Weg, Arbeit zu verlieren. Beim Verfassen von Nachrichten gilt das nicht — zwei Mails gleichzeitig zu schreiben ist normal.
Die Nadel im Fenstertitel hält ein Fenster im Vordergrund, während Du im anderen arbeitest.
Beim nächsten Start kommen alle Vaults zurück, die ein Fenster hatten, und ihre Zusatzfenster dorthin, wo sie waren. Wenn Du das nicht möchtest: Einstellungen → Start & Verhalten → Fenster. Eine noch nicht gesendete Nachricht wird nie wiederhergestellt — was in einem Verfassen-Fenster steht, lebt im Arbeitsspeicher, und ein Fenster, das behauptet, es aufbewahrt zu haben, wäre schlimmer als keins.
Mehrere Vaults gleichzeitig
Zwei Vaults nebeneinander — Arbeit und Privat, Projekt und Archiv — brauchen zwei Fenster: ein Fenster zeigt genau einen Vault. Öffne ein zweites Fenster (Befehls-Palette → Zweites Fenster öffnen) und wechsle darin unten links den Vault. Ab dann laufen beide: eigene Suche, eigener Sync, eigene Erinnerungen.
- Jeder Vault synchronisiert für sich. Der Zustand in der Statusleiste gehört immer dem Vault des Fensters, in dem Du gerade bist.
- Dasselbe Konto in beiden Vaults ist in Ordnung. Plainva erneuert die Anmeldung einmal und reicht sie an den anderen Vault weiter, statt sie sich gegenseitig ungültig zu machen.
- Ein Vault in einem anderen Vault geht nicht. Liegt der Ordner innerhalb eines schon geöffneten Vaults — oder umgekehrt —, lehnt Plainva ab und sagt warum: beide würden dieselben Dateien beobachten und synchronisieren.
- Derselbe Vault in zwei Fenstern ist dagegen erlaubt; die Fenster teilen ihn sich, und jede Notiz bleibt trotzdem nur in einem davon offen.
- Der letzte Blick schließt. Sobald kein Fenster mehr auf einen Vault schaut, räumt Plainva ihn ab — was gerade geschrieben wird, wird vorher zu Ende geschrieben.
Leisten & Bereiche anpassen
Die Aktionsleiste ganz links, die Reiter der linken Seitenleiste, die Abschnitte über dem Dateibaum und die Abschnitte der rechten Seitenleiste folgen alle derselben Mechanik.
Die Aktionsleiste bietet Neue Notiz, Neuer Ordner und Neue Datenbank (.base) an. Alle drei legen im ausgewählten Ordner des Dateibaums an; ist eine Datei ausgewählt, in deren Ordner; ist nichts ausgewählt, auf der obersten Ebene. Der Tageseintrag hält sich nicht daran — er gehört immer in den Ordner, den Du in den Einstellungen dafür festgelegt hast. Brauchst Du eine der drei nicht, blende sie aus.
Direkt an Ort und Stelle: Halte einen Knopf oder eine Abschnitts-Überschrift gedrückt und ziehe ihn an seine neue Stelle — ein normaler Klick löst weiterhin nur aus, und wer beim Halten scrollt, scrollt (das Ziehen bricht dann ab). Mit Esc brichst Du ein laufendes Ziehen ab. Ein Rechtsklick bietet dieselben Aktionen ohne Halten: Nach oben, Ausblenden und Leisten anpassen….
Zentral: Unter Einstellungen → Vault → Leisten & Bereiche liegen alle fünf Leisten untereinander — auch die Navigationsleiste des Telefons, die Du damit am großen Bildschirm anordnen kannst. Jede ist eine Liste mit einer Trennlinie: Was darüber steht, ist sichtbar; was darunter steht, ist ausgeblendet. Verschoben wird hier mit dem Zieh-Griff — auf dieser Seite wird eine Liste geordnet, deshalb ist der Griff hier richtig. Ziehst Du an den oberen oder unteren Rand, scrollt die Seite mit, sodass ein Eintrag auch von ganz unten nach ganz oben in einer Bewegung wandert.
Zwei Dinge lassen sich bewusst nicht ausblenden: Hilfe und Einstellungen ganz unten in der Aktionsleiste, und der Reiter Dateien der linken Seitenleiste. Alles andere darfst Du ausblenden; ausgeblendete Aktionen der Aktionsleiste bleiben über die Befehls-Palette (Strg+P) erreichbar. Abschnitte der rechten Seitenleiste, die zur geöffneten Notiz nichts zu zeigen haben, erscheinen ohnehin gar nicht erst.
Die Anordnung gehört zum Vault und reist über die Einstellungs-Synchronisation zu Deinen anderen Geräten. Ein Vault, in dem Du nichts geändert hast, folgt Deinem Standard — den setzt Du mit Als Standard übernehmen, und mit Auf Standard zurücksetzen kehrt ein angepasster Vault dorthin zurück.
Oberfläche anpassen
- Seitenleisten ein-/ausblenden: über die beiden Knöpfe in der Titelleiste oder
Strg+Alt+B(links) /Strg+Alt+R(rechts) — ideal zum fokussierten Schreiben. Plainva merkt sich den Zustand. - Befehls-Palette:
Strg+Pöffnet Befehle — tippen, mitEnterausführen (Neue Notiz, Tageseintrag, Teilen, Seitenleisten, Jetzt sichern u. v. m.). - Kompaktheitsgrad: Unter Einstellungen → App → Erscheinungsbild wählst Du zwischen Standard und Kompakt — Kompakt verdichtet Dateibaum, Listen, Menüs und Tabellen; der Notiz-Inhalt bleibt unverändert.
- Eigenes Design: Die Karte Mein Design unter Einstellungen → App → Erscheinungsbild wählt das Design, der Stift darauf öffnet dessen Seite: Grundstimmung (hell/dunkel), Hintergrund aus einem begrenzten Helligkeitsbereich, Akzent frei, Rundung (die Schriften wählt die Karte Schrift auf derselben Seite). Textfarben leitet Plainva ab, damit Schrift nie im Hintergrund verschwindet; ein zu blasser Akzent wird auf mindestens 3:1 korrigiert, und der Editor sagt das. Am Telefon dieselben Regler im Bildschirm Erscheinungsbild.
- Schrift: Unter Einstellungen → App → Erscheinungsbild stellst Du in der Karte Schrift die Schriften für Oberfläche, Inhalt und Code ein (Theme-Standard, Serif, Sans-Serif, Monospace oder der Name einer installierten Schriftart) sowie die Inhalts-Schriftgröße (12–24 px) — die Größe skaliert nur Editor und Leseansicht; die Oberfläche bleibt, wie sie ist.
- Schriftliste: Unter Benutzerdefiniert… steht eine Liste der Schriften Deines Systems, jede Zeile in ihrer eigenen Schrift; was nicht installiert ist, sagt es und lässt sich nicht wählen. Das Namensfeld darunter nimmt jede andere installierte Schrift.
- Oberflächen-Zoom: skaliert die GESAMTE Oberfläche zwischen 80 % und 150 % — unter Einstellungen → App → Erscheinungsbild oder per
Strg+Plus/Strg+Minus(Strg+0setzt zurück). - Eigene Dialoge & Hinweise: Bestätigungen erscheinen als Plainva-Dialoge im Stil Deines Themes (destruktive Aktionen mit rotem Knopf), kurze Meldungen als dezente Hinweise unten rechts — keine System-Popups mehr.
Der Graph
Über Strg/Cmd+Umschalt+G (oder die Sektion Graph in der rechten Seitenleiste) siehst Du Dein Vault als Karte: Ordner als Blasen, Notizen als Knoten, Relationen als beschriftete Kanten — samt Aufräum-Modus und Zeitreise. Details: Graph.
Globale Einstellung der rechten Seitenleiste
Abschnitte, die zur geöffneten Notiz nichts zu zeigen haben — Gliederung, Backlinks, Eigenschaften, Datenbanken — erscheinen gar nicht erst, statt als graue Zeile stehen zu bleiben. Die gesamte rechte Seitenleiste merkt sich für Notizen eine globale Einstellung; Vollflächenansichten ohne Notizkontext schließen sie nur vorübergehend.
Wenn Du die Leiste schmal ziehst, wechselt sie in drei Stufen, damit nichts zerbricht:
- ab 280 px — wie gewohnt.
- 232–280 px — Eigenschaften stehen mit dem Namen über dem Wert statt daneben, lange Werte brechen um, die Abschnitte rücken enger.
- unter 232 px — der Kalender zeigt eine Woche statt des Monats (sieben Tage, Kalenderwoche rechts darunter); ein Monatsraster hätte hier 14 Pixel breite Zellen und wäre kein Kalender mehr. Der Graph wird flacher, und Backlinks zeigen nur noch den Dateinamen ohne Pfadzeile.
Schmaler als 200 px lässt sich die rechte Leiste nicht ziehen — darunter ist kein Abschnitt mehr bedienbar. Die linke Leiste darf weiter bis 150 px, weil Dateinamen dort einfach kürzen.
Siehe auch
- Notizen & Markdown — alles über das Schreiben
- Tastenkürzel
- FAQ & Fehlerbehebung